
Hören Sie auf, mit Ihren Infrarotlampen wie mit Wegwerfprodukten umzugehen!
Seien wir ehrlich: In den meisten Elektronikfabriken werden Infrarotlampen wie billige Glühbirnen behandelt. Man nutzt sie, bis sie kaputtgehen, wirft sie anschließend weg und ersetzt sie durch neue Lampen. Immer wiederkehrt dieser Zyklus – das ist eine Verschwendung von Geld, ein Ärgernis für die Techniker und außerdem ein Albtraum für alle, die versuchen, die Ziele bezüglich null Abfall zu erreichen.
Wenn wir dieses ständige Wechseln beenden wollen, müssen wir uns anschauen, was eigentlich im Inneren der Lampe vor sich geht.
Die Wärmeentwicklung
Die meisten Ingenieure schauen nur darauf, wie viel Wärme gerade benötigt wird. Sie wählen eine Lampe aus, legen die erforderliche Leistung fest und fertig. Doch wenn man zu viel Energie in einen kleinen Behälter leitet, entstehen extreme Hitzpunkte. Das ist im Grunde ein Todesurteil für den Glühfaden.
Wir bevorzugen es, Spannung und Länge der Lampe abzuwägen. Dadurch wird die Wärmelast gleichmäßiger verteilt. Wenn man hohe Leistungen in einen kleinen Raum presst, ohne ausreichende Kühlfans zu verwenden, verbrennen die Anschlüsse der Lampe. Das sieht nicht gut aus.
Das Geheimnis einer klaren Lampe
Ist Ihnen schon aufgefallen, dass einige Lampen trüb werden, bevor sie kaputtgehen? Das liegt daran, dass der Wolframglühfaden verdampft und an den Wänden der Lampe haften bleibt.
Um das zu verhindern, verwenden wir Halogengas. Dadurch wird der Wolfram wieder in den Glühfaden zurückgedrückt, wodurch der Quarzkristall klar bleibt und die Lampe länger funktioniert. Wir verwenden außerdem hochreinen Quarz – er reagiert nicht negativ auf starke Temperaturschwankungen.
Und was die Verkabelung angeht: Nutzen Sie lieber R7- oder Sk15-Anschlüsse. Sie sitzen fest. In einer Fabrik voller vibrierender Maschinen führt eine lockere Verbindung zu Funkenbildung – und Funken zerstören die Lampen. So einfach ist das.
Der echte Kompromiss
Ich sage Ihnen jetzt nicht, dass das ein Zaubertrick ist. Es gibt immer einen Kompromiss.
Wenn man eine Lampe haben möchte, die jahrelang hält, kann man sie normalerweise nicht bis an ihre absolute thermische Grenze belasten. Man verliert zwar etwas an Leistung, dafür hat man aber längere Betriebszeiten.
Für die meisten Aufgaben im Bereich Härten und Trocknen bin ich bereit, diesen Kompromiss einzugehen. Das bedeutet weniger Reparaturen, weniger Stillstand und weniger Industrialschrott, der auf Deponien landet.